Sehenswürdigkeiten

Das Alte Tataren-Viertel

Das Alte Tatarenviertel ist die Seele des historischen Stadtteils von Kasan. Die Sackgassen sind aus dem Mittelalter erhalten geblieben und sind der Mittelpunkt der tatarischen Stadtkultur. Dutzende Architekturdenkmäler befinden sich am Ufer des Kaban-Sees und des Bolaq-Kanals im Zentrum der Hauptstadt Tatarstans. Die Fläche des Alten Tatarenviertels beträgt 87,95 ha. Hier finden Sie 75 kulturgeschichtliche Denkmäler des XVIII. – Anfang XX. Jahrhunderts, die das Aussehen des Viertels prägen. Das ist die Heimant von Junusow-Apanajew, Schamil, Marjani, Kajum Nasyri oder Schamil Jusupow. Die Liste ist lang, aber unserer Meinung nach sollte man im alten Tatarenviertel nicht nur die Meisterwerke der Holzbearbeitungskunst ansehen, sonder auch das Kolorit und die Atmosphäre genießen. Im XIX. Jahrhundert gab es im alten Tatarenviertel einen Ostklub. Im Klub wurden Werke berühmter Dichter vorgelesen und erste tatarische Theaterstücke inszeniert. Hier wurde auch weltweit berühmte Moscheen errichtet: Apanaev-Moschee, Blaue Moschee, Galijew-Moschee, Burnay-Mosche, Heubasar-Moschee (Nurulla-Moschee). Zu den Prachtstücken des Alten Tatarenviertels gehören das Literaturmuseum des tatarischen Dichters Gabdulla Tukay, das Hausmuseum des Aufklärers Kajum Nasyri, das Tatarische akademische Galiaskar-Kamal-Theater und der Hotel- und Restaurant-Komplex „Tatarskaja Usadba“ mit dem Museum der tatarischen Kultur, der Kunstgewerbe-Galerie und den Souvenirläden. Und es gibt etwas neues: das Tschak-Tschak-Museum (Tschak-Tschak ist eine nationale Leckerei) ladet die Gäste im alten Tatarenviertel zu einem Besuch ein. Hier können Sie eine Tasse Tee trinken, östlichen Süßigkeiten essen und etwas über die Geheimnisse der alten Rezepte nationaler Gerichte erfahren.

Historische Informationen

Die Geschichte des alten Tatarenviertels beginnt im Jahr 1552 nach der Eroberung Kasans durch Ivan den Schrecklichen. Einen Teil der Tataren siedelte der Zar an die Ufern des Kaban-Sees im oberen Stadtteil um. Die Bewohner bebauten diesen Stadtbezirk mit kaufmännischen Häusern, Moschees, Medresen (Schulen). Die Tataren errichteten eigene Marktplätze und begannen Schmucksachen, Kopfbekleidung und Haushaltszubehör herzustellen. Das Leben am neuen Ort kam allmählich in Gang und mit der Zeit verwandelte sich dieser Ort in den reichsten und attraktivsten Stadtteil. Die Marjani-Moschee (1767–1770) ist ein Denkmal aus dem XVIII. Jahrhundert. Es ist die erste Moschee aus Stein, die auf Kosten der Moscheebesucher, nach dem persönlichen Ukas von Katharina II. errichtet wurde. Diese Moschee war, trotz aller Ereignisse auf der politischen Bühne, immer geöffnet. Es ist bekannt, dass die Stadtverwaltung während der Errichtung besorgt war: die Höhe des Minaretts versetzte sie in Angst. Sie brachten der Kaiserin ein Beschuldigungsschreiben, aber diese antwortete: „Ich habe ihnen Platz auf der Erde gegeben, sie können ein so hohes Gebäude errichten wie sie wollen, denn der Himmel gehört nicht mir“. Im Jahr 1998 wurde der alte Tatarenviertel als historisch-kulturelles Schutzgebiet „Iske Tatar Bistese“ mit einem Sonderstatus und -ordnung deklariert.

Anreisemöglichkeiten

Die nächstliegenden Haltestellen – „Kajum-Nasyri-Str.“, „Kamal-Theater“

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